Annotationsreport HIAT: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Januar 2016, 16:31 Uhr

Transkription

Lexikalischer Eintrag
„HIAT“ ist ein Akronym aus „Halbinterpretative Arbeitstranskriptionen“ und damit ein Kompositum, dessen Kopf eigentlich ein deverbales Nomen ist: Transkription --> jmd. transkribiert etw.
Der Fokus liegt im Akronym aber nicht primär auf der Handlung „Transkription“ als vielmehr auf der Methode und damit auf dem System, an dem sich ein Transkribent auf halbinterpretative Art und Weise orientiert. Die LE wird daher selbst als FE „System“ vor dem Hintergrund des Frames Transkription annotiert. Das FE „Art_und_Weise“ kann als offen inkorporiert (in „halbinterpretativ“) betrachtet werden. HIAT ist ein Transkriptionssystem, das auf den Transkriptionskonventionen von Konrad Ehlich und Jochen Rehbein beruht und in den 70er Jahren entwickelt worden ist.
In den Belegstellen realisierte FEs:
System. Art_und_Weise (inkorporiert)
Belegstellen & Annotationen
Quellen
Realisierte FEs
Auffälligkeiten
[HIAT]System steht für 'halbinterpretative Arbeitstranskription' und (bezeichnet) die Konventionen eines hoch ausdifferenzierten Transkripttionssystems. Im Namen wird deutlich, dass eine Transkription – wie differenziert auch immer sie sein mag – immer bereits eine Interpretation des Hörbaren darstellt, wie auch, dass sich eine Transkription immer noch verfeinern lässt.
Przyborski/ Wohlrab-Sahr 2014: 170
System
[HIAT]System wird in weiten Kreisen der germanistischen Linguistik, der Pädagogik und der Soziologie angewandt. Im deutschsprachigen Raum ist es das verbreitetste System. Besonders häufig und breite Anwendung hat [HIAT]System im Bereich institutionellen Kommunikation (…) und der interkulturellen (zweisprachigen) Kommunikation erfahren.
Dittmar 2002: 11
System