Annotationsreport Linksversetzung: Unterschied zwischen den Versionen

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Das attributive Erstglied „Links-„ definiert die Stellung im Satz. Deshalb ist das FE POSITION bei dieser LE durch das Erstglied „Links-“ fest besetzt.
 
Das attributive Erstglied „Links-„ definiert die Stellung im Satz. Deshalb ist das FE POSITION bei dieser LE durch das Erstglied „Links-“ fest besetzt.
  
<u>Kurzdefinition:</u> Die Linksversetzung wird synonym mit Linksherausstellung gebraucht und beschreibt dasselbe Phänomen.
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<u>Kurzdefinition:</u> Die Linksversetzung wird synonym zu Linksherausstellung gebraucht und beschreibt dasselbe Phänomen.
 
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|Unklar ist dagegen, ob man mehrfachen Bezug in aufeinanderfolgenden Sätzen auf dasselbe LV-Element noch unter [mehrfache]<sub>Frequenz</sub> ['''Links-''']<sub>Position</sub>'''versetzung''' rechnen kann: (…).
 
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Aktuelle Version vom 13. August 2018, 12:56 Uhr

Formen_syntaktischer_Diskontinuität

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FEsAnzahl annotierter FEs
AUFTRETENSORT3
FREQUENZ2
INHALT2
POSITION16
REALISIERUNGSART4
SATZKONSTRUKTION3

Determinativkompositum aus dem attributiven Erstglied „Links-“ und dem Substantiv „-Versetzung“ als semantischem Kopf. „Versetzung“ ist ein deverbales Nomen: Jemand versetzt etwas jemanden oder etwas. Aufgrund der Fachsprachenebene wird die versetzende Person (FE SPRECHER) allerdings in den Belegstellen selten realisiert, obwohl es aufgrund der Valenz des deverbalen Nomens implizit vorhanden ist. Versetzt werden Bestandteile wie Wörter oder Wortgruppen, weshalb das FE SATZKONSTRUKTION gewählt wurde.

Das attributive Erstglied „Links-„ definiert die Stellung im Satz. Deshalb ist das FE POSITION bei dieser LE durch das Erstglied „Links-“ fest besetzt.

Kurzdefinition: Die Linksversetzung wird synonym zu Linksherausstellung gebraucht und beschreibt dasselbe Phänomen.

Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Im Unterschied zu ALTMANN (1981) analysiere ich "Parenthesenischen" nicht als Evidenz, daß die entsprechende Konstruktion in einen sie umgebenden Satz eingebettet sein muß und deswegen ein Hinweis auf das Vorliegen einer [Links-]Positionversetzung [im Vorfeld eines Satzes]Auftretensort ist. Selting 1994: 317
In Termen des topologischen Satzmodells nach ZIFONUN ET AL. (1997) bedeutet das, dass sich die [Links-]Positionversetzung im Vorfeld befindet, während sich für Freies Thema das linke Außenfeld als Position anbietet. Averintseva 2007: 144
Im folgenden Beleg für eine [doppelte]Frequenz [Links-]Positionversetzung treten beide Formen der Rekurrenz nebeneinander auf: (…). Elspaß 2010: 1020
Die [Links-]Positionversetzung [des je-Satzes]Satzkonstruktion ist hier nicht möglich (42c,d), da kein overtes Korrelat gebildet wird, unabhängig davon, ob das Vorfeld gefüllt ist (42d) oder nicht (42c), wie weiter oben bereits ausgeführt. Speyer 2011: 14
(…): das korreferente Element dann kann als unmarkiertes Demonstrativum bezeichnet werden (wie da bei [Links-]Positionversetzung [der meisten adverbialen PPn]Satzkonstruktion); ein satzwertiger Ausdruck ist vor dem Satz isoliert; das referenzidentische Demonstrativum steht im Vorfeld. Altmann 1981: 173
Unklar ist dagegen, ob man mehrfachen Bezug in aufeinanderfolgenden Sätzen auf dasselbe LV-Element noch unter [mehrfache]Frequenz [Links-]Positionversetzung rechnen kann: (…). Altmann 1981: 129
Gegenüber einer einfachen Topikalisierung erscheinen die [Links-]Positionversetzungen in allen Fällen markierter und fokussierter. Margret 1993: 307
Die [Links-]Positionversetzungen [in meinen Daten]Auftretensort kommen nicht ganz am Anfang von Turns vor, sondern sehr oft erst nach lexikalisch expliziten „Überleitungen“. Margret 1993: 307
Nach Geluykens Kriterium der recoverability wären die von mir untersuchten [lokal kohäsiven]Realisierungsart [Links-]Positionversetzungen mehrheitlich recoverable, die ein neues Thema vorgreifend fokussierenden Freien Themen mehrheitlich nicht recoverable. Margret 1993: 315
Im Unterschied zu Altmann 1981 analysiere ich „Parenthesennischen" nicht als Evidenz, daß die entsprechende Konstruktion in einen sie umgebenden Satz eingebettet sein muß und deswegen ein Hinweis auf das Vorliegen einer [Links-]Positionversetzung im Vorfeld eines Satzes ist. Margret 1993: 299
Das vorangestellte Element weist jeweils steigenden Akzent auf, der die Unabgeschlossenheit der Konstruktion signalisiert und auf die zu erwartende Wiederaufnahme vorverweist. Diesen Typ nenne ich, [weite]Realisierungsart [Links-]Positionversetzung'. Auer 1997: 37
Dann wären nämlich alle möglichen Konstruktionen Apokoinus, z.B.[Links-]Positionversetzungen [mit `leerem' A oder `leerem' Koinon]Inhalt. Poncin, 2000: 75
In einer [L]Position V [mit V2-Satz]Satzkonstruktion trägt das EPP-Merkmal vielmehr der funktionale Kopf (sei es Fin oder Kontr), in dessen Spec sich die Vorfeldkonstituente befindet. Frey 2005: 20
Die entsprechende Konstruktion mit [eingebetteter]Realisierungsart [L]Position V wird lediglich als nicht perfekt eingestuft, vgl. (58c). Frey 2005: 21
Die [L]Position V [mit einer das linksversetzte Element wiederaufnehmenden Proform]Inhalt [im Vorfeld des darauffolgenden Verb-Zweit-Satzes]Auftretensort zeige progredienten Tonhöhenverlauf ohne ,Satzpause' nach dem linksversetzten Element; (…). Scheutz 1997: 28
Das Vorhandensein solch [minimal fokussierter]Realisierungsart [L]Position Vn ist jedoch nicht nur theoretisch zu postulieren (z. B. bei linksversetzten NPn mit fokusbindenden Partikeln), sondern vor allem auch ein empirisches Faktum. Scheutz 1997: 53