Annotationsreport Satzverschränkung

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Formen_syntaktischer_Diskontinuität

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FEsAnzahl annotierter FEs
AUFTRETENSORT7
EIGENSCHAFT1
INHALT1
POSITION21
REALISIERUNGSART2
SATZKONSTRUKTION24


Determinativkompositum mit „-schränkung“ als semantischem Kopf. „Schränkung“ ist ein deverbales Nomen: „Jemand schränkt etwas bzw. etwas schränkt sich.“ Aufgrund der Fachsprachenebene wird die verschränkende Person (FE SPRECHER) allerdings in den Belegstellen selten realisiert, obwohl es aufgrund der Valenz des deverbalen Nomens implizit vorhanden ist. Das Präfix „ver-“ signalisiert, dass sich jemand oder etwas zu etwas hin verändert. Deshalb kann hier das FE POSITION für das Präfix ,,ver-„ gewählt werden. Verschränkt werden Satzteile und Wörter, weshalb als zentrales FE SATZKONSTRUKTION gewählt wurde.

Das FE SATZKONSTRUKTION ist bei dieser LE durch das Erstglied „Satz-“ fest besetzt.

Kurzdefinition: Eine Satzverschränkung beschreibt die Stellung des Satzglieds (Verb des Sagens oder Denkens, welches vom Satz abhängig ist) zu Beginn eines Matrixsatzes. Beispiel: Im Seminar weiß ich nicht ob er war.


Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Trifft dies zu, so könnte der eingetretene Sprachwandel folgendermaßen begründet werden: Wie oben ausgeführt, ist die syntaktische Struktur, in der die [relativische]Realisierungsart [Satz]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung und Infinitivverschränkung auftritt, verhältnismäßig kompliziert. Lühr 1988: 80
Ein weiteres Beispiel ist die [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [in der Satzspaltung]Auftretensort. Mogens 1978: 300
Für die 4 Belege des Korpus mit [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [im Komparativgefüge]Auftretensort trifft diese Bestimmung sogar überhaupt nicht zu. Andersson/ Kvam, 1984: 18
Es wird sich zeigen, daß die Beachtung dieses Aspekts für die Beschreibung der [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung in funktionaler Hinsicht ergiebig ist, wenigstens was das deutsche betrifft. Andersson/ Kvam 1984: 24
Das Erfragen einer bestimmten Konstituente in einem bestimmten Geltungsbereich tritt bei der Reduktion von (22) – (23) sehr deutlich als das konstitutive Merkmal der [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung in der Konstituentenfrage hervor. Andersson/ Kvam 1984: 32
Die Analyse in bezug auf Fokus wird dadurch kompliziert, daß die [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung in einem untergeordneten Satzgefüge vorliegt. Andersson/ Kvam 1984: 40
Ein Argument das in der schwedischen Grammatik (…) verwendet wird, um die [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [im Relativsatzgefüge]Auftretensort als mit der im Hauptsatz- Gliedsatzgefüge (bis auf die fehlende Emphase) völlig analog zu betrachten, ist eine Umformung in eine Parataxe, wobei die [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung nicht mehr subordiniert ist. Andersson/ Kvam, 1984: 40
Es kommt für das Deutsche hinzu, daß für die [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [im Relativsatz- und Komparativsatzgefüge]Auftretensort dieselben strukturellen Restriktionen gelten wie im Hauptsatz-Gliedsatzgefüge, das keine direkte Konstituentenfrage enthält (…). Andersson/ Kvam 1984: 41
Es ist aber möglich, dieselbe Argumentation ohne Rekurs auf syntaktische Umformung zu führen, indem von der Voraussetzungsstruktur der [subordinierten]Realisierungsart [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung ausgegangen wird. Andersson/ Kvam 1984: 41
Andere Testsätze haben einen Prätext, wo die Verschränkungsgröße vorerwähnt ist (…) um dadurch eine [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung unter möglichst normalen kontextuellen Bedingungen zu prüfen. Andersson/ Kvam 1984: 45
Konstruierte Beispiele mit [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkungen [bei Relativsätzen und adverbiellen Nebensätzen]Satzkonstruktion sind alle eindeutig nicht akzeptabel. Andersson/ Kvam 1984: 46
Es lassen sich ohne weiteres eine Reihe inakzeptabler [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkungen bei adverbiellen Nebensätzen konstruieren. Andersson/ Kvam 1984: 46
Der hier für die [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [bei Relativsätzen]Satzkonstruktion offenbar wirksame “Complex NP Constraint“ läßt sich zumindest im Deutschen empirisch nachweisen. Andersson/ Kvam 1984: 47
Wir werden uns zunächst mit der [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [im Hauptsatz-Gliedsatzgefüge und im Relativsatzgefüge]Auftretensort beschäftigen. Andersson/ Kvam 1984: 47
Auch eine [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [mit einem Subjektprädikativ als Verschränkungsgröße]Inhalt kann nicht als akzeptabel betrachtet werden. Andersson/ Kvam, 1984: 52
In Verbindung mit der [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung [bei eingebetteten daß-Sätzen]Satzkonstruktion möchten wir eine Struktur kurz diskutieren, die zwar etwa denselben Verwendungsbereich wie die Satzverschränkung hat, die aber strukturell anders klassifiziert werden muß. Andersson/ Kvam 1984: 52
Es stellte sich aber heraus, daß eine [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung bei asyndetischen daß-Sätzen kaum belegbar ist und eine sehr niedrige Akzeptabilität aufweist. Andersson/ Kvam 1984: 53
Abgesehen von der schwankenden Akzeptabilität bei adverbialen PPen als Verschränkungsgrößen sind [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkungen bei asyndetischen daß-Sätzen blockiert. Andersson/ Kvam 1984: 54
Eine Analyse der Belege dieser Konstituentenfragen zeigt, daß erhebliche Unterschiede zur [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkung bei den übrigen daß-Sätzen erkennbar sind. Andersson/ Kvam 1984: 57
Zwischen [Satz-]Satzkonstruktion [ver]Position schränkungen, [bei denen die Verschränkungsgröße als eine topologisch gebundene Größe realisiert wird]Eigenschaft, [wie im Relativsatz]Auftretensort, wo sie mit dem Relativpronomen identisch ist, und solchen Satzverschränkungen [wie in (13)]Auftretensort scheint also ein Unterschied vorzuliegen. Andersson/ Kvam 1984: 64