Komposition (LE): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Terminologisches Grundwissen der Gesprächs- und Diskurslinguistik: eine Lehr- und Lernplattform
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Die Seite wurde neu angelegt. (Ebene1 Einträge_Hausarbeit_Mäckler_Gansera))
 
(Die Seite wurde neu angelegt. (Vereinheitlichung_Ebene1_Gansera))
 
Zeile 5: Zeile 5:
  
 
Man unterscheidet zwei Arten der Komposition. Bei einem '''Kopulativ'''kompositum sind das erste und zweite Glied auf der Bedeutungsebene ungefähr gleichrangig (Beispiel: ''grüngelb'' vs. ''gelb-grün''). Bei einem '''Determinativ'''kompositum hingegen bestimmt das linke Glied das rechte Glied näher, die Konstituenten des Kompositums stehen also in einem nicht gleichwertigen Verhältnis zueinander (Beispiel: ''Bestimmung(s)wort'' vs. ''Wortbestimmung'').
 
Man unterscheidet zwei Arten der Komposition. Bei einem '''Kopulativ'''kompositum sind das erste und zweite Glied auf der Bedeutungsebene ungefähr gleichrangig (Beispiel: ''grüngelb'' vs. ''gelb-grün''). Bei einem '''Determinativ'''kompositum hingegen bestimmt das linke Glied das rechte Glied näher, die Konstituenten des Kompositums stehen also in einem nicht gleichwertigen Verhältnis zueinander (Beispiel: ''Bestimmung(s)wort'' vs. ''Wortbestimmung'').
 
  
 
== Beispiele ==
 
== Beispiele ==
 +
 
[[Datei:Komposition_(LE).jpg]]
 
[[Datei:Komposition_(LE).jpg]]
  
Zeile 22: Zeile 22:
  
 
„Schulmädchen“ vs. „Mädchenschule“
 
„Schulmädchen“ vs. „Mädchenschule“
 
  
 
== Verwandte Begriffe ==
 
== Verwandte Begriffe ==
 
*[[Kompositum]]
 
*[[Kompositum]]
 
  
 
== Relevanter Wissensrahmen (Frame)  ==
 
== Relevanter Wissensrahmen (Frame)  ==

Aktuelle Version vom 21. November 2018, 12:22 Uhr

Zurück zur Übersicht

Definition

Komposition beschreibt einen Prozess, bei dem meist frei vorkommende Wortstämme oder Wortwurzeln miteinander verbunden werden und so ein neues Wort bilden. Komposition ruft demnach eine Bedeutungsänderung hervor, mit der häufig auch ein Kategorienwechsel (Wechsel der Wortart) einhergeht. Komposition ist also eine Möglichkeit der Wortbildung. Das durch die Komposition entstandene Wort nennt man Kompositum. Komposita können auch aus mehr als zwei Gliedern bestehen.

Man unterscheidet zwei Arten der Komposition. Bei einem Kopulativkompositum sind das erste und zweite Glied auf der Bedeutungsebene ungefähr gleichrangig (Beispiel: grüngelb vs. gelb-grün). Bei einem Determinativkompositum hingegen bestimmt das linke Glied das rechte Glied näher, die Konstituenten des Kompositums stehen also in einem nicht gleichwertigen Verhältnis zueinander (Beispiel: Bestimmung(s)wort vs. Wortbestimmung).

Beispiele

Komposition (LE).jpg

Kopulativkomposita:

„blaugrün“ vs. „grünblau“

„nasskalt“ vs. „kaltnass“

„Hosenrock“ vs. „Rockhose”


Determinativkomposita:

„Schulmädchen“ vs. „Mädchenschule“

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Komposition (LE) evoziert den Komposition -Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

WORTZUSAMMENSETZUNG (verwendet als „Komposition“)

KONSTITUENTEN (verwendet als „Wortstämme“ , „Wortwurzeln“)

ZUSAMMENGESETZTES_WORT (verwendet als „Kompositum“)


TYPUS (verwendet als „Determinativ“ , „Kopulativ“)