Pronomen

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Framedefinition

Pronomen

Frame-Elemente

In diesem Frame werden die verschiedenen Realisierungsformen von Pronomen (FÜRWORTern) dargestellt, wobei der jeweilige Komposita-Teil als BESTIMMENDES_ELEMENT fungiert. Bei den unterschiedlichen Kategorien der Pronomen handelt es sich um sogenannte Determinativkomposita. Das FÜRWORT gehört zu den flektierbaren Wortarten, d.h. sie flektieren nach den Flexionskategorien GENUS, Numerus (implizit unter PERSON aufgeführt) und Kasus.

Belegstellen für die Verwendung in der fachsprachlichen Literatur:

Darüber hinaus unterscheidet sich die (demonstrative) Pluralform derer vom entsprechenden [(attributiven) genitivischen]Eigenschaft [Relativ]Bestimmendes_Element[pronomen]Fürwort [deren, vgl. (64)]Beispiel.

Betrachtet man die Geschichte des Deutschen und Englischen, so lässt sich allerdings beobachten, dass in früheren Sprachstufen die Verwendung von [d-]Subtyp[Pronomen]Fürwort [zur Einleitung freier Relativsätze]Funktion wesentlich geläufiger war (vgl. u. a. Delbruck 1900).

Einzig das [maskuline/neutrale]Genus [Possessiv]Bestimmendes_Element[pronomen]Fürwort oder Possessivdeterminativ sein- zeigt, dass feminines Genus hier nicht vorliegt.

Frame-Elemente

Kern-FE Definitionen
FÜRWORT Wortart, deren Wörter ein anderes Wort (meist Substantiv) oder ein Satzglied im Satz in gleicher Funktion ersetzen kann.

Beispielbelegstelle: Die Aussage des Folgesatzes wird dadurch, dass er hier das [Pronomen] Fürwort man statt ich einsetzt, objektiviert.

BESTIMMENDES_ELEMENT Das BESTIMMENDE_ELEMENT umfasst die unterliegenden Kategorien (Indefinit-, Possessiv-, Relativ-, Personal-, Reflexiv-), wodurch das FÜRWORT spezifisch definiert wird.

Beispielbelegstelle: Er retrahiert jeweils bis zur Präposition para, auf die in Kombination mit dem [Reflexiv] Bestimmendes_Element [pronomen] Fürwort te zwei Infinitive folgen.

Nicht-Kern-FE Definitionen
BEISPIEL Lexikalisches BEISPIEL des FÜRWORTs, abhängig vom jeweiligen BESTIMMENDen_ELEMENT.

Beispielbelegstelle: Das allein stehende Indefinitpronomen [was (Z. 13)] Beispiel deutet hier auf die Unaufmerksamkeit des Hörers RE hin, da die vorherige Proposition BUs klar und verständlich war.

SPRACHE Landessprache oder spezifischer Sprachgebrauch, in dem das FÜRWORT verwendet wird.

Beispielbelegstelle: Indefinitpronome [im Englischen und Deutschen] Sprache gliedern sich im Wesentlichen nach morphologischen Kriterien.

FREQUENZ Die Häufigkeit von FÜRWORTern innerhalb eines Satzes bzw. einer Äußerung können variieren.

Beispielbelegstelle: Die Vermutung wäre dabei, dass bei Relativpronomen [häufiger] Frequenz grammatische Kongruenz gewählt wird als bei Personalpronomen.

REALISIERUNGSART Art und Weise wie FÜRWORTer in Texten oder in Äußerungen realisiert werden, z. B. in einer bestimmten Art und Weise akzentuiert etc.

Beispielbelegstelle: Das [stark akzentuierte] Realisierungsart Personalpronomen mir (Z. 1) betont zusätzlich den Wert der Mitglieder für die Gruppe.

FUNKTION Allgemeine inhaltliche und / oder syntaktische FUNKTION, die FÜRWORTer in Text- / Satzgefüge übernehmen.

Beispielbelegstelle: Das Relativpronomen, [das den RS einleitet] Funktion, ist doppelfunktional: - Subjunktion - Satzglied im Relativsatz.

PERSON Grammatische PERSON des jeweiligen FÜRWORTs, dass im Singular oder Plural stehen kann (impliziter Einbezug von Numerus).

Beispielbelegstelle: Beispielbelegstelle: Verschiedene hochfrequente Verba sentiendi und dicendi werden in der gesprochenen Sprache als Diskursmarker verwendet, die auf Matrixsätze mit einem Pronomen [der 1. Ps. Sg.] Person und einem nachfolgenden abhängigen Hauptsatz (Auer 1998).

EIGENSCHAFT Semantische und / oder syntaktische Merkmale eines FÜRWORTs, z. B. deiktisch oder pränominal.

Beispielbelegstelle: To/eto ist ein [deiktisches] Eigenschaft Pronomen.

AUFTRETENSORT Allgemeiner Auftretensort eines FÜRWORTs, z. B. in einer Äußerung oder einem Text.

Beispielbelegstelle: Mit dem Personalpronomen te [in Äußerung 07] Auftretensort hingegen referiert die animierte Figur direkt auf das Gegenüber als Patiens der Handlung des Verprügelns.

SUBTYP Verschiedene Unterkategorien des FÜRWORTs.

Beispielbelegstelle: Häufig wird auch auf Umschreibungen mit einem durch [w-] Subtyp Pronomen + auch immer eingeleiteten Nebensatz zurückgegriffen (vgl. (7)).

GENUS Grammatische Kategorie (grammatisches Geschlecht), nach der die Wortart flektiert bzw. dekliniert werden kann, z. B. als maskulin / feminin.

Beispielbelegstelle: Einzig das [maskuline/neutrale] Genus Possessivpronomen oder Possessivdeterminativ sein- zeigt, dass feminines Genus hier nicht vorliegt.


Frame-evozierende Lexikalische Einheiten

Annotationsreporte

Frame-zu-Frame-Relationen

  • In einer Untergeordnet_von-Relation zum Frame Flektierbare_Wortart (Flektierbare_Wortart>Pronomen).

Gesamtübersicht Frame-zu-Frame-Relationen

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Legende
Vererbungs-Relation (FrameNet: Inheritance-Relation)
Perspektive_auf-Relation (FrameNet: Perspective_on-Relation)
Untergeordnet_von-Relation (FrameNet: Subframe-Relation)
Verwendet-Relation (FrameNet: Using-Relation)
Bezug_auf-Relation (FrameNet: See_also-Relation)
Vorangehend_von-Relation (FrameNet: Precedes-Relation)
Inchoativ-Relation (FrameNet: Inchoative_of-Relation)
Ursächlich_für-Relation (FrameNet: Causative_of-Relation)