Simultansequenz: Unterschied zwischen den Versionen

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EFFEKT (verwendet als „Sprecherwechsel“)
 
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Version vom 20. September 2018, 15:31 Uhr

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Definition

Mit Simultansequenz bezeichnet man paralleles oder gleichzeitiges Sprechen von zwei Gesprächspartnern in einer Kommunikationssituation. Simultansequenzen sind ein charakteristisches Merkmal gesprochener Sprache.

Simultansequenzen treten häufig dann auf, wenn der Hörer die Sprecherrolle übernehmen will und den Sprecher unterbricht, obwohl dieser seinen Gesprächsbeitrag noch nicht beendet hat. Akzeptiert der Sprecher den Wunsch des Hörers, kommt es zum Sprecherwechsel. Der Sprecher kann jedoch auch nach dem gleichzeitigen Sprechen sein Rederecht behalten.

Beispiele

Transkriptbeispiel: Gig (Segment 60-69)

Datei:Simultansequenz Tonbeispiel Gig-Besprechung (Segment 60-69).mp3

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Simultansequenz evoziert den Sequenz-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

GESPRÄCHSBEITRÄGE

RELATIONSTYP (verwendet als „Simultan-“)

NÄHE (verwendet als „gleichzeitig“)

EFFEKT (verwendet als „Sprecherwechsel“)

AUFTRETENSORT (verwendet als „gesprochener Sprache“)