Konstruktion: Nomina_actionis:V-ung

Zunächst arbeitete sie als Voluntärärztin an der geburtshilflichen Frauenklinik in Zürich und später dann als Krankenkassenärztin in Remscheid. Dort war sie für die
{
KE:BasisBehandl
ungKE-lex:ung
}
der weiblichen Mitglieder und deren Kinder zuständig . Da sie jedoch keine deutsche Approbation besaß, musste sie bereits nach wenigen Wochen ihre Arbeit einstellen.

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Gisela Januszewska. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 02.01.2026.

Diese Konstruktion ist Teil der Konstruktionsfamilie Derivation:N(V_Suffix)

Konstruktionstyp:

Morphologische Konstruktion

Morphologische Konstruktion: Wortbildung

Struktur/Form der Konstruktion:

V-ung

Die Konstruktion Nomina_actionis:V-ung gehört zu der Familie Derivation:N(X_Suffix) und stellt ein gängiges Wortbildungsmuster im Deutschen dar, bei dem ein Verb modifiziert und ein Nomen Actionis gebildet wird (vgl. Fleischer/Barz 2012: 227-228). Die gebildeten Nomen beschreiben ein Geschehen als Kontinuum oder als Resultat.

Die Konstruktion umfasst das Suffix -ungKE-lex:ung als lexikalisch festes Kern-Konstruktionselement (KE-lex) und eine verbale KE:BasisDerivationsbasis als internes Kern-Konstruktionselement (Kern-KE).

Weiterführende Informationen

Bei den gebildeten Nomen handelt es sich stets um Feminina (vgl. Fleischer/Barz 2012: 225).


Morphosyntaktische Komplexität & Kategorie

komplexes WortDerivation
Schematizität Idiomatizität Beschränkungen
0.5 unidiomatisch ja (formseitig)

Konstruktionselemente (KE) Kern Konstruktionselemente mit lexikalisch festen Instanzen (KE-lex)

ung

Das KE-lex -ungKE-lex:ung wird durch das Suffix -ung, welches an die verbale KE:BasisDerivationsbasis angehängt wird, realisiert und bildet gemeinsam mit dieser das Nomen.

Evoziert die folgenden Frames:

Beispiel:

Die steigende Gerichtstätigkeit führte außerdem zur Entstehung des sogenannten Common Law, der Ableitung bestimmter Rechtsgrundsätze auf Grundlage von Präzedenzfällen königlicher Gerichte. Diese Entwicklung ist neben der Etablierung des Parlaments ein wesentliches Kennzeichen für die
{
KE:BasisHerausbild
ungKE-lex:ung
}
einer spezifisch englischen Identität im Spätmittelalter . Geoffrey Chaucer übte kulturell großen Einfluss auf die folgende englisch-höfische Literaturgeschichte im Rahmen der „Anglisierung“ der Gesellschaft aus, nachdem die französische Literatur zuvor dominierendes Vorbild war.

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Spätmittelalter. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 01.01.2026.

Konstruktionselemente (KE) Kern Weitere Konstruktionselemente (KE)

Basis

Das interne Kern-KE KE:BasisBasis wird durch eine verbale Derivationsbasis, an welche das Suffix -ungKE-lex:ung angehängt wird, realisiert und bildet gemeinsam mit dieser das Nomen.

Evoziert die folgenden Frames:

Beispiel:

Die, auf dem oberen Flansch des Fahrschienenträgers aufgeschraubte, Fahrschiene ruht im Abstand von 753 Millimetern auf zehn Millimeter dicken Unterlagsplatten respektive Führungsplättchen. Die
{
KE:BasisBefestig
ungKE-lex:ung
}
erfolgt durch zwei Schraubenbolzen mit Klemmplatten . Die Schiene ist dabei so gelagert, dass sie zur Kompensation der Wärmeausdehnung längsbeweglich bleibt, das heißt innerhalb bestimmter Grenzen ist ein „Wandern“ der Schiene auf der Eisenkonstruktion möglich.

3BED8B...AEE086
Wuppertaler Schwebebahn. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 30.12.2025.

Typische Realisierungen:

V

Kern-KE-Sets
Basis

Konstruktionselemente (KE) Nicht-Kern

Konstruktionselemente (KE) Korrelierende Elemente (KorE) exemplarisch

Fleischer, Wolfgang / Barz, Irmhild (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, 4., völlig neu bearb. Aufl., Berlin/Boston: De Gruyter.