Konstruktion: Verb_egressiv:er-V

Danny entkommt aus dem Labyrinth, trifft seine Mutter, und beide fliehen mit Halloranns Pistenraupe von der Hotelanlage. Jack , immer weiter herumirrend und im Delirium brüllend , sinkt entkräftet nieder und
{
erKE-lex:er-
KE:Basisfriert
}
im Irrgarten . Das Schlussbild zeigt eine im „Gold Room“ ausgestellte Fotografie einer Feier zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 1921, auf der Jack ganz vorn inmitten der Gäste steht und in die Kamera lacht.

A51750...0D9786
Shining (1980). In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 31.12.2025.

Diese Konstruktion ist Teil der Konstruktionsfamilie Derivation:V(Präfix_X)

Die Konstruktion wird in der Literatur bzw. in Grammatiken auch thematisiert unter:

Konstruktionstyp:

Morphologische Konstruktion

Morphologische Konstruktion: Wortbildung

Struktur/Form der Konstruktion:

er-V

Die Konstruktion Verb_egressiv:er-V gehört zu der Familie Derivation:V(Präfix_X) und stellt ein gängiges Wortbildungsmuster im Deutschen dar, bei dem ein Verb modifiziert und ein egressives Verb gebildet wird (vgl. Fleischer/Barz 2012: 387). Die gebildeten Verben „bezeichnen das Anstreben bzw. Erreichen eines Resultats des vom Basisverb bezeichneten Geschehens oder nur das Ende des Geschehens“ (ebd.).

Die Konstruktion umfasst das Präfix er-KE-lex:er- als lexikalisch festes Kern-Konstruktionselement (KE-lex) und eine verbale KE:BasisDerivationsbasis als internes Kern-Konstruktionselement (Kern-KE).

Weiterführende Informationen

Beim Großteil der mit dem Präfix er- gebildeten Verben handelt es sich egressive Verben (vgl. Fleischer/Barz 2012: 387).


Morphosyntaktische Komplexität & Kategorie

komplexes WortDerivation
Schematizität Idiomatizität Beschränkungen
0.5 unidiomatisch ja (formseitig)

Konstruktionselemente (KE) Kern Konstruktionselemente mit lexikalisch festen Instanzen (KE-lex)

er-

Das KE-lex wird durch das Suffix er-KE-lex:er-, welches vor die verbale KE:BasisDerivationsbasis gestellt wird, realisiert und bildet gemeinsam mit dieser das Verb.

Beispiel:

Das erste, größere Orgelwerk wurde wohl 1417 erbaut, unter Verwendung von Material des ersten, kleinen Instruments. 1599
{
erKE-lex:er-
KE:Basisbaute
}
der Orgelbauer Andreas de Mare die dritte Orgel , die im 18. und 19 . Jahrhundert erweitert und in einem neuen Gehäuse untergebracht wurde . 1947 wurde das Instrument beim Brand der Kirche, verursacht durch einen Brand im Orgelmotor, vernichtet.

F55612...8A2EE8
Kloster Loccum. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 01.01.2026.

Konstruktionselemente (KE) Kern Weitere Konstruktionselemente (KE)

Basis

Das interne Kern-KE KE:BasisBasis wird durch eine verbale Derivationsbasis, vor die das Suffix er-KE-lex:er- gestellt wird, ausgedrückt und bildet gemeinsam mit dieser das Verb.

Durch die Präfigierung des in der KE:BasisBasis ausgedrückten Vorgangs wird durch das Gesamtverb „das Anstreben bzw. Erreichen [...] oder nur das Ende“ (Fleischer/Barz 2012: 387) ebenjenes Vorgangs ausgedrückt (vgl. ebd.).

Evoziert die folgenden Frames:

Beispiel:

Die Propstei der Augustiner-Chorherren in Wettenhausen entwickelte sich günstig, das Stift wurde reich an Gütern und Besitz. Nachdem das Geschlecht Burgau , die Grafen von Berg und das Haus Habsburg als Herr von Burgau Vögte der Propstei Wettenhausen gewesen waren ,
{
erKE-lex:er-
KE:Basiskaufte
}
sich das Stift im Jahr 1412 die freie Wahl seines Vogtes . Im 15. Jahrhundert und wieder ab dem Ende des 16. Jahrhunderts herrschte zudem eine hervorragende Ordensdisziplin, die auch auf andere Klöster ausstrahlte.

7B768F...ADA2F5
Kloster Wettenhausen. In: Wikipedia: Die freie Enzyklopädie. 31.12.2025.

Typische Realisierungen:

V

Kern-KE-Sets
Basis

Konstruktionselemente (KE) Nicht-Kern

Konstruktionselemente (KE) Korrelierende Elemente (KorE) exemplarisch

Fleischer, Wolfgang / Barz, Irmhild (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, 4., völlig neu bearb. Aufl., Berlin/Boston: De Gruyter.