Analepse

Aus Terminologisches Grundwissen der Gesprächs- und Diskurslinguistik: eine Lehr- und Lernplattform
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zurück zur Übersicht

Definition

Als Analepse (griechisch ἀνάληψις / análēpsis, ‚Wiederaufnahme‘) wird die Auslassung von Satzbestandteilen bezeichnet, die, anders als bei Ellipsen, nicht aus dem allgemeinen Kontext und Wissen, sondern eindeutig aus dem sprachlichen Kotext rekonstruiert werden kann. Dieser Kotext wurde meist unmittelbar zuvor entweder vom Sprecher oder Hörer produziert.

Beispiele

Das Beispiel zeigt, wie ein zweiter Sprecher bei seiner Antwort die Erwähnung der Melodie ausspart, weil ihm und den anderen Gesprächsbeteiligten durch den Satz des ersten Sprechers bewusst ist, dass es sich in der Unterhaltung um die Melodie eines Stücks handelt.

Transkriptbeispiel: Gig

Datei:Kurzform Tonbeispiel Solo.wav.mp3

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Analepse evoziert den Kurzform-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

SPRECHER

SATZTEIL (verwendet als „Satzbestandteilen“)

GRUND (verwendet als „aus dem sprachlichen Kotext rekonstruiert werden kann“)