Annotationsreport Definiter Artikel

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FEsAnzahl annotierter FEs
BEGLEITER14
BEISPIEL5
BEZUG1
EIGENSCHAFT5
KASUS1
MERKMAL14
NUMERUS3
POSITION2
SPRACHE1

Sortales Nomen; von (lat. dēfīnīre, 'abgrenzen, bestimmen' und lat. articulus, 'Gelenk').

Auch: Begleiter, Geschlechtswort.

Der semantische Kopf 'Artikel' wird selbst als die Realisierung des FE BEGLEITER annotiert, da er im übergeordneten Kontext der Wortarten als solcher verstanden und verwendet wird.

Kurzdefinition: Wortart, die Genus, Kasus und Numerus des Bezugsnomens anzeigt und mit diesem eine Nominalphrase bildet.

Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Ein weiteres Argument für die Nicht-Kompositionalität liefert uns der Gebrauch des [definiten]Merkmal [Artikels]Begleiter [vor dem Substantiv]Position in der Subkonstruktion anstelle vom Possessivadjektiv. De Knop 2014: 163
In der zweiten Kategorie dagegen tritt ein [definiter]Merkmal [Artikel]Begleiter [vor dem Nomen]Position in der Präpositionalgruppe auf, d. h. es wird keine Quantifizierung ausgedrückt. De Knop 2014: 164
Als Beispiel betrachte man das System des [definiten]Merkmal […] [Artikels]Begleiter [le]Beispiel […], [im Französischen]Sprache. Lehmann 2005: 2
Das Subjekt kann einen [suffixalen]Eigenschaft [definiten]Merkmal [Artikel]Begleiter enthalten. Lehmann 2005: 15
Das Urtschadische hatte einen [suffixalen]Eigenschaft [definiten]Merkmal [Artikel]Begleiter [der aus einem Vokal bestand]Eigenschaft. Lehmann 2005: 17
Den drei Beispielen (12a) bis (12c) ist gemeinsam, dass die gekennzeichnete Nominalphrase jeweils ein abstraktes Konzept denotiert, das sprachlich durch den [definiten]Merkmal [Artikel]Begleiter [das]Beispiel und eine Adjektivphrase (Außergewöhnliche, Unglaubliche, Vertraute) gebildet wird, wobei Letztere das abstrakte Konzept bestimmt. Ziem 2014: 285
[…] dabei kann der [definite]Merkmal [Artikel]Begleiter [das]Beispiel in dieser Konstruktion z. B. nicht durch eine indefinite Determinationskategorie ersetzt werden. Ziem 2014: 285
Die Sprachen unterscheiden sich jedoch darin, wie stark die Setzung des [definiten]Merkmal [Artikels]Begleiter [bei ‘alle’]Bezug generalisiert ist. Ziifonun 2007: 82
Anders als etwa der [definite]Merkmal [Artikel]Begleiter [(im Plural)]Numerus setzt die Verwendung von alle die Existenz von Entitäten, die unter das charakterisierende Konzept (des Kopfsubstantivs) fallen, und deren Identifizierbarkeit nicht zwingend voraus. Ziifonun 2007: 101
Inklusivität, also Bezugnahme auf die Totalität der Entitäten, die unter ein(en) Charakteristikum/Konzept/Begriff fallen, wiederum ist zentrale Gebrauchsbedingung für den [pluralischen]Numerus [definiten]Merkmal [Artikel]Begleiter (vgl. Hawkins 1978, Ch. Lyons 1999, S. 11). Ziifonun 2007: 102f.
Deutlich wird dieses gemeinsame Charakteristikum von universalem Quantifikativ und [definitem]Merkmal [Artikel]Begleiter [im Plural]Numerus z.B. bei der Kombination mit Numeralia: […]. Ziifonun 2007: 103
Vielmehr scheint in diesem südh. Fall die starke Markierung des ehemals genitivischen Artikelworts zum [für diese Bezeichnung der Hausgemeinschaft allein gültigen]Eigenschaft [definiten]Merkmal [Artikel]Begleiter [in allen drei Kasus]Kasus geworden zu sein. Rauth 2011: 63
Für unser Gebiet erwarten wir bei weiblichen Vornamen, die nicht im Diminutiv stehen, den [normalen]Eigenschaft [definiten]Merkmal [Artikel]Begleiter [die]Beispiel, aber auch die neutrale Variante 's ist (wenn auch selten und nur in Verbindung mit den Familiennamen) belegt (s. oben Kap. 3.2.3.2., Bsp. 39a). Rauth 2011: 94
Bei den sechs genannten Frauennamen wird ausschließlich der [definite]Merkmal [Artikel]Begleiter [die]Beispiel gesetzt, sogar dann, wenn der Name im Diminutiv steht (die Scholze Gredsche, (Rodau_2)). Rauth 2011: 107