Annotationsreport Synkope

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Laut_Silben_Modifikation

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FEsAnzahl annotierter FEs
ARTIKULIERTE_EINHEITEN4
INTENSITÄT2
POSITION1

Spezielle Form der Elision. Da an die Stelle des wegfallenden Lautes kein neuer Laut tritt, werden die verschiedenen Subtypen Apokope – die jeweils den Namen des wegfallenden Lautes als Erstglied tragen – als allgemeine Instanzen des FE ARTIKULIERTE_EINHEITEN annotiert. Zentrale FE: ARTIKULIERTE_EINHEITEN und POSITION (da sich so die Apokope über die entsprechende Realisierung vom FE POSITION als ‚am Wortende’ von ihrem Gegenstück, der Synkope, unterscheidet).

Spezielle Form der Elision. Die verschiedenen Arten der Synkope, die jeweils den Namen des wegfallenden Lautes als Erstglied tragen, werden – da an die Stelle des wegfallenden Lautes kein neuer Laut tritt – als allgemeine Instanzen des FE ARTIKULIERTE_EINHEITEN annotiert. Zentrales FE: ARTIKULIERTE_EINHEITEN und POSITION (da sich so die Synkope über die entsprechende Realisierung vom FE POSITION als ‚innerhalb des Wortes’ von ihrem Gegenstück, der Apokope, unterscheidet).

Kurzdefinition: Die Synkope ist eine Form des gesprochensprachlichen Phänomens der Elision, bei dem ein Laut (oft ein unbetonter Vokal) innerhalb eines Wortes wegfällt.

Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Dass dieses rhythmische Prinzip eine Rolle spielt, zeigt sich auch in der geographischen Komplementarität der e-Apokope und der [e-]Artikulierte_Einheiten Synkope. Marynissen 2009: 170
Die Synkope [der Konjugation]Artikulierte_Einheiten lehnen die Theoretiker zwar 1641 ab, akzeptieren sie aber gegen Ende des 17. Jahrhunderts doch wieder. Takada 1998: 298 Konjugation als Metonymie für ARTIKULIERTE_EINHEITEN? – gehst vs getehst
Eine derartige PR wäre aber gänzlich unplausibel, denn wie sollte man motivieren, daß Synkope eher bzw. nur vor stimmthaftem Sibilanten eintreten soll? Dressler 1988: 173
Die Betonung der ersten Silbenun hat im Innern der Wörter zahlreiche Schwächung und Synkope . . . [(der) Vokale]Artikulierte_Einheiten hervorgerufen (…). Skutsch 1913: 191
Diese Reihe kann man beliebig verlängern; ich verzichte aber darauf, da man es vielleicht selbstverständlich finden wird, daß Synkope [der zweiten Silbe]Artikulierte_Einheiten auch in verschiedenen Sprachen gleiche Lautgruppierungen ergibt. Skutsch 1913: 191
Und hier genügt das Verhältnis adrpa (…), trste (…) menrva (…), um die Synkope [sowohl nach als vor r und wenigstens in dem einen Fall auch e]Position als sekundären Stützvokal zu erweisen. Skutsch 1913: 193
D. h. die Synkope war hier aus begreiflichen Gründen keine [totale]Intensität, sondern ließ einen Minimalvokal zurück, der in geschlossener Silbe im allgemeinen sich nach e hin färbte (…). Skutsch 1913: 196
Wenn aber vor der Lautgruppe st und ihren Erweiterungen (str) im Lateinauch [volle]IntensitätSynkope eintreten kann, falls dem Vokal Liquida oder Nasal vorausgeht (…). Skutsch 1913: 196