Annotationsreport Gesprächsbeitrag

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Turn

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FEsAnzahl annotierter FEs
ANZAHL2
ART_UND_WEISE3
AUSMASS1
EIGENSCHAFT6
INHALT3
SEQUENZIELLE_ABFOLGE1
SPRECHER11
ÜBERGEORDNETE_HANDLUNG22

Deverbal von beitragen. Zweiwertige Valenz: ‚jmd. trägt etw. (zu etw.) bei‘. Die Leerstelle ‚jmd.‘ entspricht dem FE SPRECHER, die Leerstelle ‚etw.‘ entspricht dem FE INHALT oder THEMA. Das Erstglied ‚Gesprächs-‘ des Kompositums ‚Gesprächsbeitrag‘ realisiert das FE ÜBERGEORDNETE_HANDLUNG.

Kurzdefinition: Ein Gesprächsbeitrag ist eine (in sequenzieller Abfolge zu anderen stehende) Äußerung eines Sprechers mit bestimmten Inhalten, die er im Gespräch produziert, während er das Rederecht hat.

Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Prosodische Stilisierungen können als turn exit devices eingesetzt werden, indem sie das Hauptargument oder den upshot eines [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrags in rhetorisch griffiger Form herausstellen (…). Artikel 108, HSK (16.2) 2001: 1128
Jeder [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag ist zugleich kontextgebunden und kontexterneuernd (...). Artikel 111, HSK (16.2) 2001: 1153
Die Moderatorin realisiert das deskriptive Muster primär sachbezogen, die Wahlhelferin geht demgegenüber mehr sprecherbezogen (selbstbezogen) vor (vgl. etwa die Häufigkeit der Pronomen ich und wir in [ihren]Sprecher [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträgen). Artikel 120, HSK (16.2) 2001: 1260
Bereits in (69) übernimmt C die Sprecherrolle, indem sie die an B gerichtete Frage mit einem [teilresponsiven]Eigenschaft [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrags beantwortet, der [als These]Inhalt [formuliert ist]Support (…). Artikel 120, HSK (16.2) 2001: 1261 Support-Verb
Die Äußerungen des Pfarrers in 3, 5 und 7 formulieren jeweils eine emotionale Haltung, die er dem [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag [der Frau]Sprecher entnimmt: (...). Artikel 144, HSK (16.2) 2001: 1559
Auffällig ist dabei, welches Gewicht der Deutung (…) der [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträge [des Gesprächspartners oder der Gesprächspartnerin]Sprecher beigemessen wird. Artikel 144, HSK (16.2) 2001: 1560
Typisch für das Visitengespräch ist, daß der Patient nur zeitweilig, gelegentlich überhaupt nicht als Gesprächspartner wahrgenommen wird. Somit sind der größte Teil der [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträge [des Patienten]Sprecher reaktiver Natur. Artikel 146, HSK (16.2) 2001: 1580
In diesem höchst elliptischen Gesprächsbeitrag wird ein Großteil der Vorgängeräußerung im Minusframe als relevante Basis mit aktiviert (die Perspektive des Gesprächspartners (VF) ist in dem [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag [des Besuchers]Sprecher, aus dessen Perspektive die Diskursrepräsentation dargestellt wird, auf den Minusframe beschränkt). Brône 2007: 95
Typisch für solche gegnerischen Sprachspiele ist nach Davies ein Parallelismus zwischen den [aufeinanderfolgenden]Sequenzielle_Abfolge [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträgen („parallelism across turns“ (ebd.)). Brône 2007: 276
Der Frotzelproduzent Margaret verweist in [ihrem]Sprecher [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag [„I’ve always felt that about you“]Inhalt explizit auf die Vorgängeräußerung zurück, indem sie das anaphorische Element that verwendet. Brône 2007: 278
In allen Fällen richtet S2 aber die Struktur bzw. den konzeptuellen Inhalt [seines]Sprecher [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrags auf den von S1, und erzielt so den umstürzlerischen Effekt, da er die Worte bzw. Ideen des ersten Sprechers ‚enteignet’ und zu seinen eigenen kommunikativen Zwecken ummodelliert. Brône 2007: 282
Indem der Abgeordnete in [seinem]Sprecher [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag auf die unterstellte Kleiderwahl des Ministerpräsidenten hinweist, will er den letzteren kompromittieren: (…). Brône 2007: 296
Während someone special in [Marys]Sprecher [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag konventionell auf einen externen Referenten deutet, nutzt Edmund die Unterspezifiziertheit des Indefinitpronomens aus, um eine narzisstische Äußerung zu produzieren. Brône 2007: 298
Diese eine Staffel besteht aus 6 Folgen, oder insgesamt [2090]Anzahl [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträgen (circa 3 Stunden). Brône 2007: 341
Konkret heißt dies, dass jeder [humoristische]Eigenschaft [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag einen (oder mehrere) Wert(e) für eine Reihe von Parametern erhält. Brône 2007: 344
Es sei betont, dass die Einheit der Analyse somit ein [vollständiger]Eigenschaft [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag ist, und nicht – wie in der kognitiv-linguistisch angelegten Diskurslinguistik angenommen wird – die Intonationseinheit (Chafe 1994, Langacker 2001, Steen 2005, Hannay & Kroon 2005, supra 2.2.1.3.). Brône 2007: 344
Responsive Turns wurden als reaktiv annotiert, die [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträge, [die eine witzige Reaktion auslösen als initiierend, und witzige Retorten, die weitere humoristische Beiträge hervorrufen als reaktivinitiierend]Inhalt. Brône 2007: 347
Es sei betont, dass diese Schlüsselelemente jeweils auf der Ebene des [reaktiven]Eigenschaft [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrags kodiert wurden, und nicht auf jener der initiierenden Äußerung. Brône 2007: 348
Mit einer Ratifizierung ((leise) ah . d’accord,) wird die Klärungssequenz abgeschlossen und der Dolmetscher wechselt zurück ins Deutsche (also), das er allerdings auf Grund weiterer, zum Teil [konkurrierender]Art_und_Weise [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträge [auf Französisch]Art_und_Weise noch nicht endgültig durchsetzen kann. Apfelbaum 2004: 245
In die interpretative Analyse gehen [60]Anzahl [längere]Ausmaß [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträge [von verschiedenen Sprechern]Sprecher aus dem Terminabsprachekorpus ein. Peters 2006: 137
In dem Maße, in dem der Mainstream der gesprächsanalytischen Forschung lange Zeit ausschließlich anhand von Audio-Daten gearbeitet hat, kommen parallele Aktivitäten nur [im Sinne sich zeitlich überlappender]Eigenschaft [verbaler]Art_und_Weise [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeiträge vor. Pitsch 2006: 149
(…) (2) Gleichzeitigkeit von Aktivitäten verschiedener Interaktionsteilnehmer in unterschiedlichen Modalitäten, z.B. Teilnehmer B’s Körper-Display während [Teilnehmer A’s]Sprecher [verbalem]Eigenschaft [Gesprächs]Übergeordnete_Handlungbeitrag; (…). Pitsch 2006: 151