Annotationsreport Mittelfeld

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Satzfeld

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FEsAnzahl annotierter FEs
BEZUGSPUNKT17
FORM1
INHALT1
POSITION23
VORKOMMEN1
ÄUSSERUNGSBEREICH23

Determinativkompositum aus dem Attribut „Mittel-“ und dem Substantiv „-feld“ als semantischem Kopf. Feld ist nicht deverbal ableitbar. Feld ist ein relationales Nomen: „ein Feld von etw.“ → FE ÄUSSERUNGSBEREICH. Vor dem Hintergrund des Satzfelder-Frames ist das Mittelfeld ein Teil im Modell eines Satzes, deshalb wird das FE BEZUGSPUNKT (z. B. der Satz, Satzteil, topologisches Modell etc.) als zentral für die Definition der LE angesehen.

Das Attribut „Mittel-„ definiert die Stellung im Satz. Deshalb ist das FE POSITION durch das Erstglied „Mittel-“ instanziiert.

Kurzdefinition: Mittelfeld beschreibt im Aussagesatz die Stellung der Wörter, die sich innerhalb der Satzklammer befinden. Im Mittelfeld können Komplemente und Supplemente stehen aber keine verbalen Elemente.

Beispiele:

Er hat dem Opa die Haare geschnitten.

Sie hat heute ihrer Schwester das Brot gegeben.

Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Die Ausklammerungen betreffen vorwiegend die Informationen im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des Satzrahmens]Bezugspunkt, wo meistens das menschliche Arbeitsgedächtnis überlastet wird. PIŠL 2010: 49
Natürlich sind auch keineswegs alle beobachtbaren formalen Merkmale eines Satzes für das Satzmodussystem beschreibungsrelevant; so z.B. ist die Reihenfolge der Satzglieder im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich im Satzmodussystem marginal, auch wenn möglicherweise bestimmte Restriktionen durch den Formtyp im Satzmodussystem gesteuert werden. Altmann 1993: 1010
Im zweiten Satz wird er wiederaufgenommen als pronominales Subjekt im Vorfeld, im Satz mit der Ziel-NP als pronominales Subjekt im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [mit anschließender RV(der Ziel-NP)]Bezugspunkt und im Schlusssatz wieder als pronominales Subjekt im Mittelfeld. Consten u.a. 2010: 20
Dabei betrachten wir nur Fälle eindeutiger SL-Koordinationen, d.h. Fälle wie (4.b), in denen das Subjekt im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des ersten Konjunkts]Bezugspunkt steht (sich also eine QB-Analyse verbietet). Büring u.a. 1998: 6
In SLK können nicht nur Konjunktionen und quantifizierte Subjekte aus dem [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des ersten Konjunkts]Bezugspunkt Skopus über das zweite Konjunkt nehmen. Büring u.a. 1998: 10
Zweitens fehlt eine Erklärung für Subordinationsphänomene unter Elemente im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des ersten Konjunkts]Bezugspunkt (…). Büring u.a. 1998: 15
Die IK als solche besteht nur aus einem [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich, [das von ihren Argumenten gebildet wird]Form, und der rechten Verbklammer, der Infinitivform. Deppermann, 2006: 3
Im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [eines deutschen Satzes]Bezugspunkt gibt es direkt oberhalb der Grundposition der Satzadverbiale eine ausgezeichnete Position für Topiks, d.h. in dieser Position stehen Topiks und nur Topiks. Frey 2005: 5
Nach (31a) scheint es im Deutschen möglich zu sein, ein Element lang in das [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [eines übergeordneten Satzes]Bezugspunkt zu bewegen. Frey 2005: 10
Im Folgenden werden wir uns genauer mit Nachstellungen befassen, d.h. mit Konstruktionen, bei denen nicht-satzwertige Satzglieder, die nach schriftsprachlichen Normen im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich vorgesehen sind, erst nach einem (ersten) möglichen Satzende produziert werden, d.h. erst nach der rechten Satzklammer formuliert werden, oder bei denen Satzglieder aus dem [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich nach der rechten Satzklammer wieder aufgenommen und expliziert werden. Kern/ Selting 2006: 321
Wir beginnen mit Konstruktionen, bei denen die Nachstellung mit prosodischer Fortsetzung an die Vorgängerstruktur angehängt wird und keinen eigenen Akzentton trägt. Syntaktisch handelt es sich meist um Ausklammerungen von fakultativen Satzgliedern aus dem [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des Satzes]Bezugspunkt hinter die rechte Satzklammer. Kern/ Selting 2006: 323
‘‘Pseudoclefts“ bzw. ‘‘Sperrsätze‘‘ (wie ‘‘was über alles geht, sind zwei Linden“ oder ‘‘Was ich seltsam finde, ist dass manche ALTE Dateien okay sind und andere nicht“, E-MAIL-Beispiel) gelten als komplexe, bi-kausale Satzmuster, die sich aus einem abhängigen W-Teilsatz (Teil A) und einem Matrixsatz mit Kopula sein sowie einer im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des Matrixsatzes]Bezugspunkt positionierten NP bzw. einem Komplementsatz (Teil B) zusammensetzen. Günther 2008: 91
Das klammerbildende Verb spannt einen Satzrahmen auf, in dem sich wie bei einem Baukastensystem ein [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [zwischen den Satzklammern]Vorkommen, ein Vorfeld vor der ‘linken’ Satzklammer und ein Nachfeld nach der ‘rechten’ Satzklammer befinden. Stoltenburg 2003: 16
Hinzu kommt noch eine spezielle Subjektellipse, die wegen ihres Bezugs zum Subjekt im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des ersten Koordinationsteils]Bezugspunkt Subjektbinnenellipse heißt. Kindt 2013: 80
Außerdem spielen Subjektbinnenellipsen insofern eine Sonderrolle, als es keine Objektellipsen mit einem Bezug im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des vorausgehenden Koordinationssteils]Bezugspunkt gibt. Kindt 2013: 87
Es ist weitgehend unkontrovers, dass unbetontes doch im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [eines Satzes]Bezugspunkt als Modalpartikel aufzufassen ist. Pittner 2007: 85
Problematisch erscheint die Annahme einer „rückverweisenden“ Modalpartikel, denn damit läge streng genommen gar keine Modalpartikel vor, sondern eher die koordinierende Konjunktion doch (ähnlich dem adversativen aber, das auch als Konjunktion im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des zweiten Konjunkts]Bezugspunktauftreten kann). Pittner 2007: 87
Auf der Basis dieser Positionen lassen sich drei topologische Felder bilden, wie in (17) illustriert wird: das Vorfeld, eine Position für nur eine Konstituente bzw. Phrase vor dem finiten Verb, das [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich, [in dem alle übrigen Konstituenten des Satzes stehen]Inhalt, und das Nachfeld, welches für extraponierte Konstituenten bzw. für Nachträge vorgesehen wird und nicht obligatorisch besetzt wird. Balassi u.a. 2013: 33
Diese Hauptstellung von übrigens im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des V/2-Satzes]Bezugspunkt ist um so überraschender, als es in einer großen Anzahl von syntaktischen Positionen auftreten kann. Egbert 2002: 2
Obwohl übrigens theoretisch in allen Satztypen und dort in vielen unterschiedlichen Positionen vorkommen kann, zeigt sich als die empirische Hauptposition von übrigens das [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des V/2-Aussagesatzes]Bezugspunkt. Egbert 2002: 4f.
Die Hauptposition von übrigens ist im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des V/2-Aussagesatzes]Bezugspunkt, wie die folgende Tabelle mit Ergebnissen einer quantitativen Korpusauswertung zeigt. Egbert 2002: 9
Die weitere qualitative Analyse beschränkt sich auf das gesprochene Alltagsdeutsch, denn hier ist die syntaktische Hauptpositionierung von übrigens im [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des V/2-Satzes]Bezugspunkt überraschend stark ausgeprägt. Egbert 2002: 11