Satzfeld

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Frame-Definition

Satzfeld


In diesem Frame wird die POSITION eines ÄUSSERUNGSBEREICHS (Feld), in einem BEZUGSPUNKT (wie Satz, Satztyp, Satzkonstruktion) beschrieben.

Vor-Vorfeld: beschreibt den Bereich im Satz, der noch vor dem Vorfeld liegt.

Vorfeld: beschreibt die Position der Teile eines Aussagesatzes vor der Satzklammer.

Linke Satzklammer: beschreibt die Position zwischen dem Vorfeld und Mittelfeld.

Mittelfeld: beschreibt die Position der Teile eines Aussagesatzes die sich innerhalb der Satzklammer befinden.

Rechte Satzklammer: beschreibt die Position zwischen dem Mittefeld und Nachfeld.

Nachfeld: beschreibt die Position der Teile eines Aussagesatzes hinter der Satzklammer.

Beispiel:

Tom hat ein Bier getrunken, als er aus der Arbeit kam.

Vorfeld linke Satzklammer Mittelfeld rechte Satzklammer Nachfeld

Belegstellen für die Verwendung in der fachsprachlichen Literatur:

Unter grammatischen Gesichtspunkten muss das [Nach-]Position [feld]Bezugspunkt [als strukturell fakultative Position]Form – im Gegensatz zum Vorfeld in V2-Äußerungen – nicht besetzt werden.

Das pronominale Element im [Vor-]Position[feld]Bezugspunkt [des zweiten Syntagmas]Bezugspunkt wird als Demonstrativpronomen (und nicht als Relativpronomen) interpretiert.


Frame Elemente

Kern-FE Definitionen
POSITION Beschreibt die Stelle des Bezugspunktes im ÄUSSERUNGSBEREICH.

Beispielbelegstelle: Das pronominale Element im [Vor-]Position[feld]Äußerungsbereich [des zweiten Syntagmas]Bezugspunkt wird als Demonstrativpronomen (und nicht als Relativpronomen) interpretiert.

ÄUSSERUNGSBEREICH Stellt den Satz als Bereich aus Feldern dar, in denen unter verschiedenen Umständen und zu verschiedenen Funktionen Satzteile/Satzglieder stehen.

Beispielbelegstelle: Andererseits ist es aber auch möglich, dasselbe natürlich projektiv zu verstehen, d.h. als [Vor-Vor]Position[feld]Äußerungsbereich [einer entstehenden syntaktischen Gestalt (jeder verdient sein Geld)]Bezugspunkt.

BEZUGSPUNKT Beschreibt den Gegenstand, auf den die Stellungsfelder bezogen sind.

Beispielbelegstelle: In SLK können nicht nur Konjunktionen und quantifizierte Subjekte aus dem [Mittel]Position[feld]Äußerungsbereich [des ersten Konjunkts]Bezugspunkt Skopus über das zweite Konjunkt nehmen.

Nicht-Kern-FE Definitionen
VORKOMMEN Beschreibt, innerhalb welcher BEZUGSPUNKTE die jeweilige POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHS vorkommt.

Beispielbelegstelle: Unter grammatischen Gesichtspunkten muss das Nachfeld als strukturell fakultative Position – im Gegensatz zum [Vor-]Position[feld]Äußerungsbereich [in V2-Äußerungen]Vorkommen – nicht besetzt werden.

FUNKTION Beschreibt die Aufgabe die die POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHS iM jeweilige BEZUGSPUNKT erfüllt.

Beispielbelegstelle: Das zentrale Problem musterorientierter Beschreibungen von Gesprächen besteht darin, daß die zugrundeliegenden Strukturen, die für das Erreichen des jeweiligen Teilziels konstitutiven Sprechaktsequenzmuster, im authentischen Gespräch auf vielfältige Weise verdeckt sein können (vgl. Hundsnurscher 1994, 225) bzw. in ein [kommunikatives]Eigenschaft Vor und/oder [Nach-]Position [feld]Äußerungsbereich eingebettet sind, [das die Realisierung eben dieser Handlungsmuster überhaupt erst ermöglicht]Funktion..

EIGENSCHAFT Beschreibt das Merkmal der POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHS.

Beispielbelegstelle: Nur im Beispiel (7) besteht die Folgeeinheit aus einem vorfeldlosen Fragesatz mit Finitum in Initialstellung; ein prinzipieller Unterschied zu den anderen Folgeeinheiten mit [gefülltem]Eigenschaft [Vor-]Position[feld]Äußerungsbereich sehe ich aber nicht.

ART_UND_WEISE Beschreibt, auf welche Art die POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHS modifiziert wird.

Beispielbelegstelle: Das Schema sieht für derartige Sätze eine [obligatorische]Art_und_Weise [linke]Position [Satz]Bezugspunkt [klammer]Äußerungsbereich sowie ein fakultatives Mittelfeld und eine fakultative rechte Satzklammer vor.

INHALT Beschreibt die Zusammensetzung der POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHS.

Beispielbelegstelle: Die [linke]Position [Satz]Bezugspunkt [klammer]Äußerungsbereich, [in der das finite Verb oder eine subordinierende Einheit steht]Inhalt, ist konstitutiv für das uniforme Satzmodell.

FORM Beschreibt die strukturelle FORM der POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHS.

Beispielbelegstelle: Unter grammatischen Gesichtspunkten muss das [Nach-]Position [feld]Äußerungsbereich [als strukturell fakultative Position]Form – im Gegensatz zum Vorfeld in V2-Äußerungen – nicht besetzt werden.

BEISPIEL Konkretes BEISPIEL einer POSITION des ÄUSSERUNGSBEREICHES innerhalb seines BEZUGSPUNKTES.

Beispielbelegstelle: Von strukturnotwendiger Besetzung des [Nach-]Position [felds]Äußerungsbereich [wie in Wir haben das geschafft, was wir erledigen mussten]Beispiel wird hier abgesehen.

Frame-evozierende Lexikalische Einheiten


Annotationsreporte


Frame-zu-Frame-Relationen

  • In einer Verwendet-Relation zum Frame Verbposition (Satzfeld>Verbposition).
  • In einer Verwendet-Relation zum Frame Sprechersignal (Satzfeld>Sprechersignal).

Gesamtübersicht Frame-zu-Frame-Relationen

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Legende
Vererbungs-Relation (FrameNet: Inheritance-Relation)
Perspektive_auf-Relation (FrameNet: Perspective_on-Relation)
Untergeordnet_von-Relation (FrameNet: Subframe-Relation)
Verwendet-Relation (FrameNet: Using-Relation)
Bezug_auf-Relation (FrameNet: See_also-Relation)
Vorangehend_von-Relation (FrameNet: Precedes-Relation)
Inchoativ-Relation (FrameNet: Inchoative_of-Relation)
Ursächlich_für-Relation (FrameNet: Causative_of-Relation)