Annotationsreport Transkriptionskonvention

Aus Terminologisches Grundwissen der Gesprächs- und Diskurslinguistik: eine Lehr- und Lernplattform
Wechseln zu: Navigation, Suche

Transkription

Farben einblenden (Benötigt aktiviertes JavaScript)

FEsAnzahl annotierter FEs
KONVENTION6
GESPROCHENE_SPRACHE1

Relationales Nomen: ‚etw. weist eine Konvention auf’, hier: die Transkription. Die LE wird selbst als FE KONVENTION annotiert.

Kurzdefinition: Mit Transkriptionskonvention wird i. A. eine bestimmte Übereinkunft über die Art und Weise der Verschriftlichung von gesprochener Sprache bezeichnet. Unterschiedliche Transkriptionssysteme weisen unterschiedliche Transkriptionskonventionen auf.

Belegstellen & Annotationen Quellen Auffälligkeiten
Hier entstanden zusätzlich Schwierigkeiten dadurch, dass der Begriff Turn innerhalb der [Transkriptionskonventionen]Konvention in einer "naiven" Lesart gebraucht wurde, die einer funktional-pragmatischen elaborierten Definition des gleichen Begriffs nicht gerecht wird (…). Schmidt 2007: 233
Diese unterschiedlichen [Transkriptionskonventionen]Konvention gaben bereits Anlaß zu zwei experimentalphonetisch ausgerichteten Untersuchungen, die die phonetische Basis der Fortis-Lenis-Opposition einiger Dialekte aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz und aus dem germanophonen Lothringen zum Gegenstand haben. Pützer 1997: 36
Was und wie transkribiert wird, beinhaltet immer auch eine - wenn auch oft wenig reflektierte und rudimentäre - Theorie gesprochener Sprache und eine Interpretation des Gesprächs (…). Diese Theorie wird wesentlich durch die [Transkriptionskonventionen]Konvention bestimmt. Sie legen fest, wie welche akustischen Phänomene graphisch wiederzugeben sind. Deppermann 2008: 41
Wie in der Literatur immer wieder beschrieben (…), lassen sich [Transkriptionskonventionen]Konvention nur dann sinnvoll formulieren und verstehen, wenn eine Vorstellung darüber besteht, wer die Transkription für welchen Untersuchungszweck einsetzen soll. In bestehenden Konventionen ist diese Zweckgebundenheit deutlich erkennbar. Schmidt 2007: 239
Will man fremde Korpora benutzen, ist allerdings zu bedenken, daß [Transkriptionskonventionen]Konvention und -genauigkeit sehr variieren, oft nur Transkripte, nicht aber Ton- oder gar Videoaufnahmen verfügbar sind und die Rahmendaten der aufgenommenen Gespräche (Teilnehmer- und Aufnahmedaten, Gesprächsanlaß etc.) sehr unterschiedlich vollständig repräsentiert werden. Deppermann 2008: 29
Es gilt jedes Details als sinnvoll motiviert zu behandeln und aufzuweisen und kein Element von vorneherein als zufällig oder unwichtig auszuschließen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn solche von der schriftsprachlichen Norm oder anderen, z.B. inhaltlichen, Erwartungen abweichende Phänomene präzise und systematisch nach einer [eigens für gesprochene Sprache entwickelten]gesprochene_Sprache [Transkriptionskonvention]Konvention notiert und nicht schriftsprachlich 'verbessert' werden. Deppermann 2008: 40