Präpositionalsatz

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Definition

Der Präpositionalsatz (lat. praepositio, ,Voranstellung‘) ist ein Satztyp in untergeordneter Stellung, der durch Präpositionaladverbien eingeleitet wird. Präpositionalsätze können fünf verschiedene Funktionen übernehmen.

Bei lokalen Präpositionalsätzen wird eine örtliche Einordnung bestimmter Nomina vorgenommen. Die temporalen Präpositionalsätze beschreiben eine zeitliche Angabe hinsichtlich eines im Hauptsatz ausgedrückten Geschehens, kausale Präpositionalsätze dagegen einen Grund. Bei modalen Präpositionalsätzen liegt der Fokus darauf, die Art und Weise in Bezug auf ein im Hauptsatz ausgedrücktes Geschehen anzugeben. Die fünfte Funktion erfüllen eingeleitete Nebensätze mit einem konzessiven Einleitungselement, welches eine gegensätzliche Aussage zum Hauptsatz markiert.

Beispiele

lokaler Präpositionalsatz: „Er fährt zurück nach Deutschland, wo er ein Haus gebaut hat.“

temporaler Präpositionalsatz: „Der Tag, an dem die Sonne schien, war toll.“

kausaler Präpositionalsatz: „Ich habe zugenommen, weil ich in letzter Zeit zu viele Süßigkeiten gegessen habe.“

modaler Präpositionalsatz: „Er gewann, indem er mogelte.“

konzessiver Präpositionalsatz: „Sie findet keinen Freund, obwohl sie sehr hübsch ist.“

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Präpositionalsatz evoziert den Eingeleiteter_Nebensatz-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

SYNTAKTISCH_GEREGELTE_EINHEIT (verwendet als „Satztyp“)

UNTERGEORDNETE_STELLUNG

EINLEITUNGSELEMENT

FUNKTION

SEMANTISCHE_FUNKTION (verwendet als „lokal“ , „temporal“ , „kausal“ , „modal“)