Prosodische Redewiedergabe (LE)

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Definition

Die prosodische Redewiedergabe ist die Imitation des Sprechausdrucks eines Sprechers (imitierter Sprecher) durch einen anderen Sprecher (imitierender Sprecher). Dabei gibt der imitierende Sprecher meist Äußerungen und Aussagen aus in der Vergangenheit geführten Gesprächen mit dem imitierten Sprecher wieder und stellt dessen Eigenart zu sprechen - ähnlich wie ein „Puppenspiel“ - nach. Prägend ist hierbei die oftmals übertriebene Nachahmung fremder Sprechweisen. Generell erfolgt die Redewiedergabe in solchen Fällen auf prosodische Art und Weise und dient der Stilisierung der zitierten bzw. imitierten Personen.

Beispiele

Transkriptbeispiel: Gig (Segment 108-118)

Datei:Prosodische Redewiedergabe Tonbeispiel Gig-Besprechung.mp3

In dem Beispiel gibt der imitierende Sprecher „WI“ wieder, wie sich ein anderer Sprecher in einer bestimmten Situation verhalten und geäußert hat und vergleicht ihn mit Putin: „wo er so denkt so jetzt ist der Moment jetzt kommt mein Vorstoß, so wie Putin.“ Bei seiner Imitation übertreibt er und zieht die Äußerung somit ins Lächerliche. Dies wird durch das Nachahmen der Sprechweise des imitierten Sprechers und das Lachen des imitierenden Sprechers unterstrichen.

Verwandte Begriffe

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Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Prosodische Redewiedergabe (LE) evoziert den Prosodische_Redewiedergabe-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

SPRECHAUSDRUCK

IMITIERENDER_SPRECHER (verwendet als „imitierender Sprecher“)

IMITIERTER_SPRECHER (verwendet als „imitierter Sprecher“)

ART_UND_WEISE