Dialekt

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Definition

Mit dem Begriff Dialekt (griech. diá-lektos, ‚Redeweise‘ zu dialégesthai, ‚sich unterreden‘) werden diatopische, also mit lokalen Faktoren verbundene, Varietäten einer Sprache beschrieben. Ein Dialekt kennzeichnet sich dadurch, dass er spezifische sprachliche Charakteristika summiert, die für den Sprachgebrauch einer geographisch abgrenzbaren Sprachgemeinschaft typisch sind. Neben seiner begrenzten räumlichen Geltung sind auch die fehlende Standardisierung hinsichtlich der Aussprache sowie orthographischer und grammatischer Regeln Merkmale des Dialektes. So werden die Wörter lassen und machen im Südniederfränkischen Dialekt beispielsweise als loate und maake realisiert, im Mittelfränkischen dagegen als losse und maache.
Beispiel: „Lass uns noch eine Pause machen.“

  • Südniederfränkisch (Raum Düsseldorf/Mönchengladbach/Krefeld): „Lot os noch en Päuske maake.“
  • Mittelfränkisch (Raum Köln/Bonn): „Loss ons noch en Päus-che maache.“

Als typisches Beispiel für niederdeutsche Dialekte sowie auch das Ruhrdeutsche kann das -t anstelle des -s im Auslaut der Wörter das und was genannt werden.

Beispiele

Dialekt Transkriptbeispiel Gig Besprechung.jpg

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Dialekt evoziert den Varietät_Standard-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

VARIETÄT (verwendet als „Dialekt“ , „Varietäten“)

SPRECHER (verwendet als „Sprachgemeinschaft“)

REGIONALITÄT (verwendet als „lokalen Faktoren“ , „räumliche Geltung“ , „Südniederfränkisch“ , „Mittelfränkisch“ , „niederdeutsche“ , „Ruhrdeutsche“)