Onomatopoetikum

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Definition

Ein Onomatopoetikum (griech. ὀνοματοποιεῖν (onomatopoiein), ‚benennen’) ist ein lautmalerisches Wort der gesprochenen Sprache, welches ein nichtsprachliches, akustisches Phänomen nachahmt. Einige Onomatopoetika können auch als onomatopoetische Interjektionen betrachtet werden.

Beispiele

„kuckuck“ (Kuckucksruf); „miau“ (Katzenlaut); „rumms“ (Aufprallgeräusch), wobei das letzte Beispiel auch als onomatopoetische Interjektion betrachtet werden kann.

Transkriptbeispiele:

Transkriptbeispiel: Talkshow (Segment 1713-1718)

„abzwacken“ (von einer Geldsumme etwas Geld wegnehmen): beim Zudrücken des Zwackeisens (zangenartiges Werkzeug) entsteht ein ähnlicher Laut wie „zwacken“ (zw-Laut).

Transkriptbeispiel: Solo (Segment 61-68)

„schreddern“, Schredder: der dd-Laut in der Mitte verdeutlicht lautmalerisch das Geräusch dieser Maschine.

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Onomatopoetikum evoziert den Lautwort-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

LAUTWORT (verwendet als „lautmalerisches Wort“)

REALISIERUNGSART (verwendet als „onomatopoetische“)

FUNKTION (verwendet als „nichtsprachliches, akustisches Phänomen nachahmt“)