Tonhöhe

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Definition

Die Tonhöhe ist ein akustisches Phänomen, bei welchem der melodische Grundcharakter eines Lautes in seiner graduellen Ausprägung variieren kann. Der Sprecher kann individuell und je nachdem, was er mit dem Gesagten für eine Wirkung erzielen möchte, in einer hohen, gleichbleibenden oder tiefen Tonhöhe sprechen.

Beispiele

Transkriptbeispiel: Gig (Segment 16-18)

Datei:Tonhöhe Tonbeispiel Gig.mp3

Das Beispiel zeigt, dass der Sprecher beim Wort „Zehner“ seine Stimme hebt, um zu betonen, dass er gerne einen Zehn-Euro-Schein gewechselt haben möchte. Mithilfe der Verwendung einer hohen Tonhöhe verleiht er seiner Frage, ob ihm jemand das Geld wechseln kann, zusätzlich Nachdruck.

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Tonhöhe evoziert den Intonationsverlauf-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

MELODISCHER AUSDRUCK (verwendet als „Tonhöhe“)

ART_UND_WEISE (verwendet als „graduellen Ausprägung“ , „hohen“ , „gleichbleibenden“ , „tiefen“)

PRODUZENT (verwendet als „Sprecher“)

INDIVIDUALITÄT (verwendet als „individuell“)

WIRKUNG