Sprechausdruck

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Definition

Der Sprechausdruck stellt eine akustisch wahrnehmbare Ausdrucksform des Sprechens dar und kennzeichnet den individuellen Ausdruck des Sprechers. Dieser entsteht beispielsweise durch Sprechstimmhöhe, Lautstärke, Klangfarbe, Sprechgeschwindigkeit, Akzentuierung oder Rhythmus.

Die angeborenen Muster des Sprechausdruckes entfalten sich durch kommunikative Vorbilder und diverse andere äußere Einflüsse.

Beispiele

Transkriptbeispiel: Gug (Segment 28-34)

Datei:Sprechausdruck Tonbeispiel Gig.mp3

In diesem Beispiel wird das Wort „will“ vom Sprecher betont, um seiner Forderung Ausdruck zu verleihen. Dies gelingt ihm, indem er seine Stimme bei diesem Wort erhebt. Anschließend fällt seine Sprechstimmhöhe wieder, um seinen Satz zu beenden.

Verwandte Begriffe

Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Sprechausdruck evoziert den Prosodie_Sprechausdruck-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

SPRECHEN

SPRECHAUSDRUCK (verwendet als „akustisch wahrnehmbare Ausdrucksform“)

MELODISCHER_SPRECHAUSDRUCK (verwendet als „Klangfarbe“)

TEMPORALER_SPRECHAUSDRUCK (verwendet als „Sprechgeschwindigkeit“ , „Rhythmus“)

DYNAMISCHER_SPRECHAUSDRUCK (verwendet als „Lautstärke“)

UMSTAND (verwendet als „kommunikative Vorbilder“ , „äußere Einflüsse“)

INDIVIDUALITÄT (verwendet als „individuellen“)

PRODUZENT (verwendet als „Sprechers“)