Adposition (LE)

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Definition

Adposition gilt als Oberbegriff für Präpositionen, Postpositionen und Zirkumpositionen. Häufiger wird jedoch der Begriff Präposition verwendet. Adpositionen sind weder flektierbare noch satzgliedfähige Verhältniswörter, welche dem Bezugswort voran- oder nachgestellt werden.

Ihre Funktion ist es, zwei Größen zueinander in Bezug zu setzen, ähnlich den Konjunktionen oder Adverbien. Das Verhältnis kann dabei lokal, temporal, kausal, modal oder neutral sein. Der größte Unterschied zu Adverbien oder Konjunktionen liegt dabei in der syntaktischen Eigenschaft, dass Adpositionen den Kasus ihrer Bezugswörter bestimmen. Diese Eigenschaft nennt man Rektion.

Beispiele

Präposition: „Das Auto steht vor dem Haus.“

Präposition: „Seine Brille liegt unter der Heizung.“

Postposition: „Seinen Erzählungen zufolge war der Urlaub sehr schön.“

Postposition: „Sie wanderten den Pfad entlang.“

Zirkumposition: „Von Beginn an war das Ganze zum Scheitern verurteilt.“

Zirkumposition: „Leg um Gottes willen das Handy weg.“

Verwandte Begriffe


Relevanter Wissensrahmen (Frame)

Adposition evoziert den Adposition-Frame.

In der Definition wurden die folgenden Frame-Elemente verwendet:

VERHÄLTNISWORT (verwendet als „Adposition“)

VORANGESTELLTES_VERHÄLTNISWORT (verwendet als „Präpositionen“)

NACHGESTELLTES_VERHÄLTNISWORT (verwendet als „Postpositionen“)

UMKALMMERNDES_VERHÄLTNISWORT (verwendet als „Zirkumpositionen“)

SYNTAKTISCHE_EIGENSCHAFT

SEMANTSICHE_EIGENSCHAFT (verwendet als „lokal“ , „temporal“ , „kausal“ , „modal“ , „neutral“)